Zone-2-Training wird häufig als lockeres Ausdauertraining beschrieben. Doch sobald du deinen persönlichen Pulsbereich berechnen möchtest, erscheinen sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Ein Rechner zeigt beispielsweise 105 bis 122 Schläge pro Minute, ein anderer 128 bis 142. Gleichzeitig kannst du bei einer dieser Angaben problemlos sprechen, während sich die andere bereits deutlich anstrengend anfühlt.
Der häufigste Grund ist kein Rechenfehler. Verschiedene Systeme verwenden unterschiedliche Grundlagen:
Bevor du einen Zone-2-Wert übernimmst, musst du deshalb wissen, nach welcher Methode er berechnet wurde.
Kurzantwort: Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell liegt Zone 2 ungefähr bei 60% bis 70% der maximalen Herzfrequenz. Bei der Karvonen-Methode werden dagegen 60% bis 70% der Herzfrequenzreserve zum Ruhepuls addiert. Dadurch entsteht normalerweise ein höherer Zielbereich. Nutze den errechneten Puls als Ausgangspunkt und prüfe ihn mit dem Talk-Test: In Zone 2 solltest du noch entspannt in vollständigen Sätzen sprechen können.
Zone 2 ist ein niedriger bis moderater Ausdauerbereich, der über längere Zeit kontrolliert aufrechterhalten werden kann.
Typische Merkmale sind:
Zone 2 ist eine Intensität und keine bestimmte Sportart. Du kannst sie erreichen durch:
Die Einordnung aller fünf Trainingsbereiche findest du im übergeordneten Artikel Herzfrequenzzonen 1–5 einfach erklärt.
Zone 2 ist keine einzelne Herzfrequenz, die für alle Menschen gilt.
Der persönliche Bereich hängt unter anderem ab von:
Zudem verwenden Trainingsplattformen unterschiedliche Definitionen.
| Modell | Mögliche Definition von Zone 2 | Benötigte Daten |
|---|---|---|
| Fünf Zonen nach HFmax | Häufig 60%–70% der maximalen Herzfrequenz | Maximale Herzfrequenz |
| Fünf Zonen nach Herzfrequenzreserve | Beispielsweise 60%–70% der Herzfrequenzreserve plus Ruhepuls | HFmax und Ruhepuls |
| Individuelles Schwellenmodell | Bereich unter oder rund um die erste individuelle Atem- beziehungsweise Laktatschwelle | Leistungsdiagnostischer Test |
| Abweichendes Mehrzonenmodell | Eigene Prozentgrenzen und andere Zonennummerierung | Definition des jeweiligen Systems |
Deshalb solltest du einen Online-Rechner nicht nur nach dem Ergebnis beurteilen. Prüfe zuerst, welches Modell und welche Prozentbereiche verwendet werden.
Die einfachste Methode verwendet einen Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz, abgekürzt HFmax.
Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell gilt:
Untere Grenze der Zone 2 = HFmax mal 0,60
Obere Grenze der Zone 2 = HFmax mal 0,70
Untere Grenze:
180 mal 0,60 = 108 Schläge pro Minute
Obere Grenze:
180 mal 0,70 = 126 Schläge pro Minute
Der berechnete Zone-2-Bereich beträgt damit:
108 bis 126 Schläge pro Minute
Wenn kein individueller Testwert verfügbar ist, wird die HFmax häufig anhand des Alters geschätzt.
Geschätzte HFmax = 220 minus Alter
Für eine 50-jährige Person:
220 minus 50 = 170 Schläge pro Minute
Zone 2 nach der 60%–70%-Methode:
Ergebnis:
102 bis 119 Schläge pro Minute
Geschätzte HFmax = 208 minus 0,7 mal Alter
Für eine 50-jährige Person:
208 minus 35 = 173 Schläge pro Minute
Zone 2:
Ergebnis:
ungefähr 104 bis 121 Schläge pro Minute
Keine Altersformel kann deine individuelle maximale Herzfrequenz exakt vorhersagen.
Beide Formeln basieren auf Durchschnittswerten aus größeren Gruppen. Deine tatsächliche HFmax kann deutlich höher oder niedriger liegen.
Nutze die Altersformel daher als ersten Ausgangspunkt, nicht als medizinisch sichere Belastungsgrenze.
Die folgende Tabelle verwendet ausschließlich die einfache Formel 220 minus Alter und den Bereich 60%–70% der geschätzten HFmax.
| Alter | Geschätzte HFmax | Zone 2 bei 60%–70% HFmax |
|---|---|---|
| 20 Jahre | 200 | 120–140 Schläge/min |
| 30 Jahre | 190 | 114–133 Schläge/min |
| 40 Jahre | 180 | 108–126 Schläge/min |
| 50 Jahre | 170 | 102–119 Schläge/min |
| 60 Jahre | 160 | 96–112 Schläge/min |
| 70 Jahre | 150 | 90–105 Schläge/min |
Diese Tabelle ist nur eine rechnerische Orientierung. Zwei 50-jährige Personen können trotz gleichen Alters unterschiedliche maximale Herzfrequenzen und unterschiedliche echte Zone-2-Bereiche besitzen.
Die Karvonen-Methode berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls.
Dafür wird zunächst die Herzfrequenzreserve berechnet:
Herzfrequenzreserve = HFmax minus Ruhepuls
Anschließend wird der gewünschte Prozentbereich auf die Herzfrequenzreserve angewendet und der Ruhepuls wieder addiert:
Zielpuls = Ruhepuls plus Herzfrequenzreserve mal Intensität
Angenommen:
Herzfrequenzreserve:
170 minus 60 = 110
Untere Zone-2-Grenze:
60 plus 110 mal 0,60 = 126
Obere Zone-2-Grenze:
60 plus 110 mal 0,70 = 137
Zone 2 nach dieser Herzfrequenzreserve-Methode:
126 bis 137 Schläge pro Minute
Die reine HFmax-Methode hat für dieselbe Person 102 bis 119 Schläge pro Minute ergeben. Die Herzfrequenzreserve-Methode ergibt 126 bis 137.
Der Unterschied entsteht, weil die beiden Prozentangaben nicht dieselbe Bezugsgröße verwenden:
Wichtig: Ein Trainingsplan mit der Angabe „Zone 2 bei 60%–70%“ ist unvollständig, wenn nicht dabeisteht, ob sich die Prozente auf HFmax oder Herzfrequenzreserve beziehen.
Sie ist individueller, weil sie zusätzlich den Ruhepuls berücksichtigt. Das macht sie aber nicht automatisch für jede Person physiologisch exakt.
Auch die Karvonen-Methode hängt ab von:
Wenn die HFmax lediglich geschätzt und um 15 Schläge zu niedrig angesetzt wurde, bleibt auch der Karvonen-Bereich entsprechend verschoben.
Außerdem definieren nicht alle Herzfrequenzreserve-Systeme Zone 2 mit 60%–70%. Einige verwenden andere Grenzen oder mehr als fünf Zonen.

Angenommen, ein Belastungstest oder ein geeigneter Maximaltest hat folgende Werte ergeben:
Zone 2: ungefähr 110 bis 129 Schläge pro Minute
Herzfrequenzreserve:
184 minus 54 = 130
Zone 2: 132 bis 145 Schläge pro Minute
Auch mit derselben exakt gemessenen HFmax liefern beide Methoden unterschiedliche Bereiche. Deshalb muss dein Trainingsplan konsequent bei einem Modell bleiben.
Für die Herzfrequenzreserve solltest du keinen zufälligen Tageswert verwenden.
Eine praktikable Vorgehensweise:
Verwende keinen ungewöhnlich hohen Wert nach:
Wenn sich der Ruhepuls über Monate durch Training verändert, kannst du die Herzfrequenzreserve neu berechnen. Eine tägliche Anpassung ist nicht notwendig.
Prozentformeln teilen die Intensität anhand von Herzfrequenzwerten ein. Eine leistungsdiagnostische Untersuchung betrachtet dagegen die individuelle Reaktion von Atmung und Stoffwechsel.
Mögliche Verfahren sind:
Die erste ventilatorische beziehungsweise aerobe Schwelle markiert vereinfacht einen Übergangsbereich, an dem sich Atmung und Stoffwechsel zunehmend verändern.
In einem individuell festgelegten Trainingsmodell liegt die obere Grenze der lockeren aeroben Belastung häufig in der Nähe dieser ersten Schwelle.
Diese Methode kann präziser sein, weil sie nicht voraussetzt, dass zwei Personen mit demselben Prozentwert auch dieselbe metabolische Belastung haben.
Während einer stufenweise steigenden Belastung werden unter anderem analysiert:
Mehr zu direkten und geschätzten Testmethoden findest du im Artikel VO2max testen: Methoden, Normwerte und Aussagekraft.
| Ausgangssituation | Sinnvoller Start | Wichtige Ergänzung |
|---|---|---|
| Einsteiger ohne Testdaten | 60%–70% der geschätzten HFmax | Talk-Test und RPE verwenden |
| Ruhepuls und realistische HFmax bekannt | Herzfrequenzreserve nach dem gewählten Zonenmodell | Nicht mit HFmax-Prozenten vermischen |
| Regelmäßig trainierende Person | Sportartspezifische HFmax oder Schwellenwerte | Tempo, Leistung und Gesprächstest ergänzen |
| Ambitioniertes Ausdauertraining | Spiroergometrie oder Laktatdiagnostik | Test regelmäßig unter ähnlichen Bedingungen wiederholen |
| Herzerkrankung oder herzfrequenzwirksame Medikamente | Individuelle medizinische Trainingsvorgabe | Nicht selbst anhand einer Altersformel steigern |
Ein berechneter Herzfrequenzbereich sollte zu deinem tatsächlichen Belastungsgefühl passen.
Der Talk-Test ist eine einfache Kontrolle:
Wenn du nur kurze Satzteile zwischen den Atemzügen sprechen kannst, ist die Belastung wahrscheinlich höher als ein typisches Zone-2-Niveau.
Wenn du problemlos lange singen kannst und fast keine Belastung wahrnimmst, befindest du dich möglicherweise eher im sehr leichten Bereich.
Du kannst während einer gleichmäßigen Belastung einen bekannten Text oder zwei bis drei längere Sätze laut sprechen.
Bewerte anschließend:
Für klassisches Zone-2-Training solltest du überwiegend im ersten Bereich beziehungsweise unterhalb des deutlich schwierigen Sprechens bleiben.
Zusätzlich kannst du eine RPE-Skala von 1 bis 10 verwenden.
Zone 2 liegt für viele Menschen ungefähr bei:
RPE 3 bis 4 von 10
| RPE | Empfinden | Einordnung |
|---|---|---|
| 1–2 | Sehr leicht | Aufwärmen oder aktive Erholung |
| 3–4 | Leicht bis moderat und lange haltbar | Typisches Zone-2-Gefühl |
| 5–6 | Deutlich anstrengend | Häufig bereits oberhalb des lockeren Grundlagentempos |
| 7–10 | Hart bis maximal | Intervall-, Schwellen- oder Maximalbelastung |
Die Skala ist subjektiv. Mit zunehmender Trainingserfahrung wird sie meist leichter anwendbar.
Beispiel:
Mögliche Erklärungen sind:
Im umgekehrten Fall kann die App Zone 2 anzeigen, während du nur noch kurze Sätze sprechen kannst. Dann können HFmax oder Zonengrenzen zu hoch angesetzt sein.
Nutze die Herzfrequenz als Orientierung, nicht als einzige Wahrheit.
Die geeignete Dauer hängt von Trainingsstand, Sportart und Gesamtbelastung ab.
| Trainingsstand | Mögliche Dauer | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Einsteiger | 20–30 Minuten | 2–3 Einheiten pro Woche |
| Regelmäßig aktiv | 30–60 Minuten | 2–4 Einheiten pro Woche |
| Erfahrene Ausdauersportler | 45–120 Minuten oder sportartspezifisch länger | Abhängig vom Gesamtplan |
Diese Angaben sind Beispiele und keine Pflichtwerte.
Ein Einsteiger muss nicht sofort eine Stunde durchgehend laufen. Auch mehrere kürzere Abschnitte oder eine Kombination aus Gehen und Joggen können einen geeigneten Reiz setzen.

Bei Laufanfängern steigt die Herzfrequenz häufig schon bei langsamem Joggen über den berechneten Bereich.
Das ist kein Grund, das Training abzubrechen.
Eine mögliche Run-Walk-Einheit:
Wenn der Puls beim Joggen über den Zielbereich steigt, kannst du wieder gehen, bis Atmung und Herzfrequenz kontrollierter werden.
Mit zunehmender Fitness können die Laufabschnitte länger und die Gehpausen kürzer werden.
Für viele Menschen reicht zügiges Gehen aus, besonders bei:
Möglichkeiten zur dosierten Steigerung:
Die Intensität sollte weiterhin so kontrolliert bleiben, dass vollständige Sätze möglich sind.
Auf dem Fahrrad kann die Herzfrequenz niedriger ausfallen als beim Laufen.
Gründe sind unter anderem:
Verwende daher möglichst sportartspezifische Zonen.
Eine einfache Einheit:
Widerstand und Trittfrequenz sollten so gewählt werden, dass die Atmung stabil bleibt und keine starke lokale Beinermüdung entsteht.
Häufige Gründe sind:
Ein gewohntes Tempo kann sich angenehm anfühlen und trotzdem bereits über dem geplanten aeroben Bereich liegen.
Bei geringer Ausdauerfitness steigt die Herzfrequenz bei niedriger Geschwindigkeit schneller an.
Dann werden alle Zonen nach unten verschoben.
Steigungen erhöhen den Energiebedarf und damit häufig die Herzfrequenz.
Hitze, Luftfeuchtigkeit und Flüssigkeitsverlust können bei gleichem Tempo höhere Werte verursachen.
Zone-2-Training richtet sich nach der körperlichen Belastung, nicht nach einem bestimmten Mindesttempo.
Bei längeren Ausdauereinheiten kann die Herzfrequenz schrittweise ansteigen, obwohl Geschwindigkeit oder Leistung gleich bleiben.
Das wird Herzfrequenzdrift genannt.
Mögliche Einflussfaktoren sind:
Nicht bei jedem kurzen Ausschlag.
Prüfe zuerst:
Wenn der Puls dauerhaft steigt und auch die Atmung deutlich schwerer wird, reduziere Tempo, Widerstand oder Steigung.
Herzfrequenz und Geschwindigkeit stehen nicht jeden Tag in exakt derselben Beziehung.
| Einflussfaktor | Mögliche Wirkung | Praktische Reaktion |
|---|---|---|
| Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit | Höherer Puls bei gleichem Tempo | Tempo reduzieren und Belastungsgefühl beachten |
| Flüssigkeitsmangel | Puls kann zunehmend ansteigen | Ausreichende Flüssigkeitsversorgung berücksichtigen |
| Schlafmangel | Training kann sich schwerer anfühlen | Dauer oder Tempo gegebenenfalls reduzieren |
| Koffein | Herzfrequenz kann vorübergehend höher liegen | Konsumzeit bei Vergleichen dokumentieren |
| Stress | Höherer Ausgangspuls und stärkere Aktivierung möglich | Längeres Aufwärmen und subjektive Belastung prüfen |
| Infekt | Ungewöhnlich hoher Puls und Leistungsabfall möglich | Bei Krankheitssymptomen nicht trainieren |
| Höhenlage | Höherer Kreislaufaufwand | Intensität an die Höhe anpassen |
Steigere nicht gleichzeitig Dauer, Häufigkeit und Tempo.
Eine mögliche Reihenfolge:
Mit besserer aerober Fitness kann bei derselben Herzfrequenz eine höhere Geschwindigkeit oder Leistung möglich werden.
Der Fortschritt besteht daher nicht darin, den Zone-2-Puls immer weiter zu erhöhen. Er zeigt sich eher darin, bei ähnlichem Puls mehr Leistung zu erbringen.
Sinnvolle Kennzahlen sind:
Ein einzelnes Training reicht nicht aus, um Veränderungen zu beurteilen. Vergleiche Einheiten über mehrere Wochen unter möglichst ähnlichen Bedingungen.
Zone-2-Training unterstützt die aerobe Grundlage und ermöglicht einen größeren kontrollierten Trainingsumfang.
Für eine maximale Verbesserung der Ausdauerleistung kann je nach Ziel zusätzlich gezieltes Training in höheren Intensitäten sinnvoll sein.
Zone 2 sollte daher nicht als Ersatz für jede andere Trainingsform verstanden werden.
Wie sich lockeres Ausdauertraining, Intervalle, Schlaf und Erholung kombinieren lassen, zeigt der Artikel VO2max verbessern: Training, Schlaf und Erholung.
Bei niedriger bis moderater Belastung stammt häufig ein größerer prozentualer Anteil der verwendeten Energie aus Fetten.
Das bedeutet aber nicht, dass:
Für das Gewichtsmanagement zählen unter anderem:
Zone 2 kann hilfreich sein, weil sich die Belastung häufig länger und öfter durchführen lässt als sehr intensives Training.
Leichtes Training ist besser verträglich als harte Intervalle. Trotzdem kann auch ein hoher Umfang in Zone 2 Ermüdung erzeugen.
Ob tägliches Training sinnvoll ist, hängt ab von:
Ein täglicher Spaziergang in Zone 1 oder 2 ist etwas anderes als ein täglicher zweistündiger Lauf.
Einsteiger sollten zunächst Ruhetage oder sehr leichte Tage zwischen längeren Einheiten einplanen.
Der RingConn Gen 3 zeichnet kontinuierlich unter anderem Herzfrequenz, HRV, Schritte, Kalorien, Stress-, Schlaf- und Hauttemperaturtrends auf.
Diese Daten können helfen, Zone-2-Training in einen größeren Erholungskontext einzuordnen:
Die RingConn Health Scores können Schlaf-, Aktivitäts-, Stress- und Vitaldatentrends gemeinsam darstellen.
Nein. RingConn kann deinen persönlichen Zone-2-Bereich nicht medizinisch oder leistungsdiagnostisch festlegen.
Der Ring misst nicht direkt:
Während schneller Intensitätswechsel können optische Herzfrequenzmessungen zudem verzögert oder durch Bewegung beeinflusst sein.
Nutze Wearable-Daten daher zusammen mit:
60% HFmax und 60% Herzfrequenzreserve sind nicht dasselbe.
Der tatsächliche Wert kann erheblich abweichen.
Atmung, Gesprächstest und Belastungsgefühl liefern wichtigen zusätzlichen Kontext.
Einige Sekunden oberhalb der Grenze machen eine Einheit nicht automatisch zu einem anderen Training.
Zone 2 kann für eine Person schnelles Laufen und für eine andere zügiges Gehen bedeuten.
Viele Menschen laufen am Anfang locker und erhöhen unbewusst das Tempo, bis die Einheit zu einer Zone-3-Belastung wird.
Der Pulsbereich bleibt gleich, aber das notwendige Tempo kann deutlich sinken.
Für allgemeine Gesundheit und Grundlagenausdauer kann Zone 2 eine große Rolle spielen. Spezifische Leistungsziele benötigen häufig weitere Trainingsreize.
Eine individuelle medizinische oder therapeutische Trainingsvorgabe ist besonders wichtig bei:
Versuche bei herzfrequenzsenkenden Medikamenten nicht, durch höhere Belastung einen allgemeinen Rechnerwert zu erzwingen.
Beende die Belastung und suche dringend medizinische Hilfe bei:
Wähle in Deutschland bei möglichen Notfallsymptomen sofort den Notruf 112.
Verlasse dich bei akuten Beschwerden nicht darauf, dass ein Wearable einen extremen Wert anzeigen muss.
Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell multiplizierst du deine maximale Herzfrequenz mit 0,60 und 0,70. Der daraus entstehende Bereich dient als erste Orientierung.
Häufig wird Zone 2 als 60%–70% der maximalen Herzfrequenz berechnet. Andere Systeme verwenden 60%–70% der Herzfrequenzreserve oder individuell gemessene Schwellen.
Bei der Karvonen-Methode ziehst du zunächst den Ruhepuls von der maximalen Herzfrequenz ab. Danach multiplizierst du diese Herzfrequenzreserve mit der gewünschten Intensität und addierst den Ruhepuls wieder.
Die HFmax-Methode ist einfacher. Die Karvonen-Methode berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls. Beide bleiben Näherungen und sollten nicht miteinander vermischt werden.
Sie berechnet den Prozentsatz nur aus der Spanne zwischen Ruhepuls und Maximalpuls und addiert anschließend den Ruhepuls. Die reine HFmax-Methode beginnt rechnerisch bei null.
Eine einfache Schätzung lautet 220 minus Alter. Eine weitere Formel lautet 208 minus 0,7 mal Alter. Beide können vom persönlichen Maximalwert abweichen.
Nach der einfachen Formel beträgt die geschätzte HFmax 180. 60%–70% davon entsprechen 108–126 Schlägen pro Minute. Der tatsächliche Bereich kann abweichen.
Bei einer geschätzten HFmax von 170 ergibt die HFmax-Methode 102–119 Schläge pro Minute. Mit der Karvonen-Methode hängt das Ergebnis zusätzlich vom Ruhepuls ab.
Die Formel 220 minus Alter ergibt eine HFmax von 160. 60%–70% davon entsprechen 96–112 Schlägen pro Minute. Das ist nur eine rechnerische Orientierung.
Die Belastung fühlt sich leicht bis moderat und lange haltbar an. Du solltest weiterhin in vollständigen Sätzen sprechen können.
Ja. Zügiges Gehen oder Gehen an einer Steigung kann besonders bei Einsteigern einen geeigneten Zone-2-Reiz darstellen.
Reduziere das Tempo oder wechsle zwischen langsamem Joggen und zügigem Gehen. Mit zunehmender Fitness kannst du längere Abschnitte bei derselben Herzfrequenz laufen.
Einsteiger können mit 20–30 Minuten beginnen. Regelmäßig Trainierende nutzen häufig 30–60 Minuten oder längere sportartspezifische Einheiten.
Für viele Einsteiger sind zwei bis drei Einheiten pro Woche ein geeigneter Start. Häufigkeit und Dauer sollten schrittweise an die Belastbarkeit angepasst werden.
In Zone 2 stammt häufig ein größerer prozentualer Energieanteil aus Fetten. Gewichtsveränderungen hängen jedoch von der gesamten Energiebilanz und langfristigen Gewohnheiten ab.
Herzfrequenzdrift, Hitze, Flüssigkeitsverlust, Steigungen und Ermüdung können den Puls erhöhen, obwohl das Tempo unverändert bleibt.
Ein kurzer Ausschlag ist normalerweise nicht entscheidend. Wenn Puls, Atmung und subjektive Belastung dauerhaft steigen, solltest du Tempo oder Widerstand reduzieren.
Nicht unbedingt. Maximale Herzfrequenz und Schwellen können je nach Sportart unterschiedlich ausfallen.
RingConn kann Herzfrequenz-, Aktivitäts- und Erholungstrends darstellen. Der Ring kann aber keine individuelle Atem- oder Laktatschwelle messen und keine medizinisch exakte Zone 2 bestimmen.
Nein. Für eine direkte Bestimmung von Atemgasen, Schwellen oder maximaler Sauerstoffaufnahme ist eine geeignete professionelle Untersuchung erforderlich.
Für Zone-2-Training existiert kein universeller Pulswert.
Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell kannst du als Ausgangspunkt 60%–70% der maximalen Herzfrequenz verwenden.
Die Herzfrequenzreserve-Methode berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls, liefert aber normalerweise einen deutlich höheren Bereich. Achte deshalb darauf, welche Methode dein Trainingsplan verwendet.
Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:
Wenn die berechnete Zahl dauerhaft nicht zu Atmung und Belastungsgefühl passt, solltest du deine HFmax, Berechnungsmethode oder Messqualität überprüfen.
RingConn kann Herzfrequenz-, Aktivitäts-, Schlaf-, HRV- und Erholungstrends ergänzen. Es ersetzt jedoch keine Schwellenmessung, medizinische Belastungsuntersuchung oder individuelle Trainingsberatung.
Medizinischer Hinweis: RingConn-Produkte sind keine medizinischen Geräte. Herzfrequenz-, Aktivitäts-, HRV-, Schlaf-, SpO2-, Atemfrequenz- und Hauttemperaturdaten dienen der allgemeinen Wellness- und Trendbeobachtung. Sie können keine sichere Trainingsfreigabe erteilen, individuelle Belastungsschwellen diagnostizieren oder eine professionelle medizinische beziehungsweise sportwissenschaftliche Untersuchung ersetzen.