Herzfrequenzzonen teilen die Trainingsintensität in mehrere Bereiche ein. Zone 1 steht für sehr leichte Belastung, während Zone 5 eine sehr hohe bis maximale Anstrengung beschreibt.
Die Zonen helfen dir dabei, eine Trainingseinheit nicht nur nach Tempo oder Gefühl, sondern auch nach der körperlichen Belastung zu steuern.
Ein langsamer Lauf kann beispielsweise bei kühlem Wetter in Zone 2 liegen, bei Hitze oder Müdigkeit aber bereits Zone 3 erreichen. Umgekehrt kann sich deine Geschwindigkeit mit zunehmender Fitness verbessern, obwohl die Herzfrequenz im gleichen Bereich bleibt.
Herzfrequenzzonen sind jedoch keine exakt messbaren biologischen Grenzen. Ihre Aussagekraft hängt davon ab, wie deine maximale Herzfrequenz bestimmt wurde, welche Berechnungsmethode verwendet wird und wie zuverlässig der Puls während der Bewegung erfasst wird.
Kurzantwort: Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell entspricht Zone 1 ungefähr 50%–60% der maximalen Herzfrequenz, Zone 2 etwa 60%–70%, Zone 3 etwa 70%–80%, Zone 4 etwa 80%–90% und Zone 5 ungefähr 90%–100%. Diese Werte sind Orientierungen. Für die Trainingssteuerung solltest du zusätzlich Atmung, Gesprächstest, subjektive Belastung und deine persönliche Leistungsentwicklung berücksichtigen.
Eine Herzfrequenzzone ist ein Bereich von Herzschlägen pro Minute, der einer bestimmten Trainingsintensität zugeordnet wird.
Mit zunehmender Belastung benötigen die arbeitenden Muskeln mehr Energie und Sauerstoff. Das Herz pumpt deshalb mehr Blut pro Minute durch den Körper. In der Regel steigt dabei auch die Herzfrequenz.
Herzfrequenzzonen können helfen, unterschiedliche Trainingsziele voneinander zu trennen:
Die Zonen beschreiben die Intensität, nicht automatisch die Qualität einer Trainingseinheit. Ein Training in Zone 1 ist nicht schlechter als ein Training in Zone 4. Beide können sinnvoll sein, verfolgen aber unterschiedliche Ziele.
Die folgende Tabelle zeigt ein weitverbreitetes Modell auf Basis der maximalen Herzfrequenz.
| Zone | Anteil der HFmax | Belastungsgefühl | Gesprächstest | Typischer Trainingszweck |
|---|---|---|---|---|
| Zone 1 | 50%–60% | Sehr leicht | Vollständige Sätze problemlos möglich | Aufwärmen, Abkühlen und aktive Erholung |
| Zone 2 | 60%–70% | Leicht und lange haltbar | Gespräch in vollständigen Sätzen möglich | Aerobe Grundlage und längere Ausdauerbelastung |
| Zone 3 | 70%–80% | Moderat bis deutlich anstrengend | Kurze Sätze möglich | Zügige Ausdauer- und Tempobelastung |
| Zone 4 | 80%–90% | Hart | Nur wenige Wörter möglich | Schwelle, Tempoausdauer und längere Intervalle |
| Zone 5 | 90%–100% | Sehr hart bis maximal | Gespräch kaum möglich | Kurze Intervalle, Geschwindigkeit und VO2max-Reize |
Diese Prozentbereiche sind eine praktische Vereinfachung. Andere Trainingssysteme können drei, sechs oder sieben Zonen verwenden oder die Grenzen anhand von Laktat- und Atemschwellen festlegen.
HFmax steht für maximale Herzfrequenz.
Sie beschreibt die höchste Herzfrequenz, die du während einer maximalen körperlichen Belastung erreichen kannst.
Die maximale Herzfrequenz wird hauptsächlich durch individuelle und altersbezogene Faktoren beeinflusst. Sie ist kein direkter Fitnesswert.
Ein trainierter und ein untrainierter Mensch können eine ähnliche HFmax besitzen. Der trainierte Mensch kann bei derselben Herzfrequenz jedoch möglicherweise deutlich schneller laufen oder eine höhere Leistung erbringen.
Die maximale Herzfrequenz kann geschätzt oder in einem Belastungstest bestimmt werden.
Die bekannteste Formel lautet:
Geschätzte HFmax = 220 minus Alter
Für eine 50-jährige Person ergibt sich:
220 minus 50 = 170 Schläge pro Minute
Die Formel ist einfach, kann den persönlichen Maximalwert aber deutlich über- oder unterschätzen.
Eine weitere häufig verwendete Formel lautet:
Geschätzte HFmax = 208 minus 0,7 mal Alter
Für eine 50-jährige Person ergibt sich:
208 minus 35 = 173 Schläge pro Minute
Die beiden Formeln liefern bereits im selben Beispiel unterschiedliche Ergebnisse.
Wichtig ist: Auch die alternative Formel bleibt eine statistische Schätzung. Sie sagt nicht voraus, welchen Maximalpuls du persönlich sicher erreichen kannst.
Menschen gleichen Alters können unterschiedliche maximale Herzfrequenzen besitzen.
Die Abweichung kann entstehen durch:
Wenn eine Formel deine HFmax um zehn Schläge zu niedrig einschätzt, werden auch alle daraus berechneten Zonen nach unten verschoben.
Das kann dazu führen, dass sich ein lockeres Training laut App bereits wie Zone 3 oder 4 darstellt, obwohl Atmung und Belastungsgefühl eher zu einer niedrigeren Intensität passen.
Eine individuellere Bestimmung ist über einen stufenweise ansteigenden Belastungstest möglich.
Dieser kann stattfinden auf:
Bei einer medizinisch oder sportwissenschaftlich betreuten Untersuchung können Herzfrequenz, EKG, Blutdruck, Atemgase und Belastungsreaktion überwacht werden.
Die höchste während des Tests erreichte Herzfrequenz kann näher an deinem individuellen Maximalwert liegen als eine Altersformel.
Ein Testwert ist trotzdem sportartspezifisch. Die maximale Herzfrequenz beim Laufen kann von der beim Radfahren oder Schwimmen abweichen.
Mehr über direkte und indirekte Belastungstests erfährst du im Artikel VO2max testen: Methoden, Normwerte und Aussagekraft.
Die einfachste Methode multipliziert die HFmax mit dem Prozentsatz der jeweiligen Zone.
Beispiel für eine 50-jährige Person mit einer geschätzten HFmax von 170:
| Zone | Berechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Zone 1 | 50%–60% von 170 | 85–102 Schläge/min |
| Zone 2 | 60%–70% von 170 | 102–119 Schläge/min |
| Zone 3 | 70%–80% von 170 | 119–136 Schläge/min |
| Zone 4 | 80%–90% von 170 | 136–153 Schläge/min |
| Zone 5 | 90%–100% von 170 | 153–170 Schläge/min |
Die Werte wurden gerundet. Sie sind nur so genau wie die verwendete HFmax.
Die Herzfrequenzreserve berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls.
Sie beschreibt die Differenz zwischen maximaler Herzfrequenz und Ruheherzfrequenz.
Die Berechnung lautet:
Herzfrequenzreserve = HFmax minus Ruhepuls
Die Zielherzfrequenz wird anschließend so berechnet:
Zielpuls = Ruhepuls plus Herzfrequenzreserve mal gewünschte Intensität
Diese Berechnung wird häufig als Herzfrequenzreserve- oder Karvonen-Methode bezeichnet.

Zwei gleichaltrige Personen können dieselbe geschätzte HFmax, aber sehr unterschiedliche Ruhepulswerte haben.
Beispiel:
Bei der reinen HFmax-Methode erhalten beide dieselben Trainingsbereiche.
Die Herzfrequenzreserve berücksichtigt dagegen die unterschiedlich große Spanne zwischen Ruhe und maximaler Belastung.
Sie ist dadurch individueller, aber nicht automatisch exakt. Eine falsch geschätzte HFmax verschiebt auch bei dieser Methode alle Ergebnisse.
Angenommen:
Wenn dieselben Prozentbänder auf die Herzfrequenzreserve angewendet werden, ergeben sich:
| Zone | Anteil der Herzfrequenzreserve | Berechneter Bereich |
|---|---|---|
| Zone 1 | 50%–60% | 115–126 Schläge/min |
| Zone 2 | 60%–70% | 126–137 Schläge/min |
| Zone 3 | 70%–80% | 137–148 Schläge/min |
| Zone 4 | 80%–90% | 148–159 Schläge/min |
| Zone 5 | 90%–100% | 159–170 Schläge/min |
Die HFmax-Methode beginnt rechnerisch bei null und verwendet nur einen Anteil des Maximalpulses.
Die Herzfrequenzreserve-Methode beginnt dagegen beim persönlichen Ruhepuls und verteilt nur die Spanne zwischen Ruhepuls und HFmax.
Dadurch liegt beispielsweise:
Diese beiden Angaben dürfen nicht miteinander verwechselt werden.
Wichtig: Wenn ein Trainingsplan „70%“ vorgibt, musst du wissen, ob damit 70% der maximalen Herzfrequenz oder 70% der Herzfrequenzreserve gemeint sind. Ohne diese Information ist der Zielwert mehrdeutig.
Der Ruhepuls sollte unter möglichst vergleichbaren Bedingungen bestimmt werden.
Stress, Krankheit, Alkohol, Hitze, Flüssigkeitsmangel und schlechter Schlaf können den Ruhepuls vorübergehend erhöhen.
Die begrifflichen Unterschiede zwischen Puls und Herzfrequenz werden im Artikel Puls oder Herzfrequenz: Wo liegt der Unterschied? erklärt.
Zone 1 entspricht im klassischen Modell ungefähr 50%–60% der maximalen Herzfrequenz.
Die Belastung fühlt sich sehr leicht an. Du kannst problemlos sprechen und solltest keine ausgeprägte Atemnot verspüren.
Typische Aktivitäten sind:
Zone 1 kann helfen, Bewegung mit sehr geringer zusätzlicher Ermüdung durchzuführen.
Sie eignet sich unter anderem für:
Zone 1 ist nicht „zu leicht“, wenn der Zweck der Einheit Erholung oder Bewegung ohne hohen Belastungsreiz ist.
Zone 2 liegt im verbreiteten HFmax-Modell ungefähr zwischen 60% und 70%.
Die Atmung wird tiefer, bleibt aber kontrolliert. Ein Gespräch in vollständigen Sätzen ist normalerweise noch möglich.
Typische Aktivitäten sind:
Regelmäßiges Training in einem niedrigen bis moderaten Ausdauerbereich kann Anpassungen unterstützen bei:
Weil die Intensität relativ gut verträglich ist, lässt sich in Zone 2 häufig mehr Trainingszeit sammeln als in höheren Bereichen.
Die genaue Abgrenzung, der Gesprächstest und praktische Trainingsbeispiele werden im Unterthema Zone-2-Training einfach erklärt vertieft.
Der Begriff Fettverbrennungszone ist leicht missverständlich.
Bei niedriger bis moderater Intensität stammt häufig ein größerer prozentualer Anteil der Energie aus Fetten. Bei höherer Intensität steigt normalerweise die Nutzung von Kohlenhydraten.
Das bedeutet jedoch nicht:
Für Veränderungen des Körpergewichts sind unter anderem Gesamtenergieverbrauch, Ernährung, Trainingsumfang und langfristige Regelmäßigkeit relevant.
Zone 3 entspricht ungefähr 70%–80% der maximalen Herzfrequenz.
Die Atmung ist deutlich stärker. Ein Gespräch ist noch möglich, besteht aber eher aus kurzen Sätzen.
Typische Einheiten sind:
Nein. Zone 3 kann ein sinnvoller Trainingsbereich sein.
Sie wird problematisch, wenn fast jede ursprünglich lockere Einheit unbewusst in diesem Bereich endet.
Dann kann Folgendes passieren:
Gezielt eingesetztes Zone-3-Training kann dagegen die Fähigkeit verbessern, ein zügiges Tempo über längere Zeit zu halten.
Zone 4 liegt im klassischen Modell ungefähr zwischen 80% und 90% der maximalen Herzfrequenz.
Die Belastung fühlt sich hart an. Die Atmung ist deutlich beschleunigt, und Sprechen ist meist nur noch in wenigen Wörtern möglich.
Typische Trainingsformen sind:
Mit zunehmender Intensität steigt die Laktatproduktion in der Muskulatur. Gleichzeitig versucht der Körper, Laktat weiterzuverwenden und abzubauen.
Die Schwellenbereiche beschreiben Übergänge, an denen sich Atmung, Stoffwechsel und Laktatverhalten deutlich verändern.
Eine feste Zone von 80%–90% der HFmax bildet diese individuellen Übergänge nur näherungsweise ab.
Für ambitioniertes Training können eine Spiroergometrie, Atemschwellen oder Laktatdiagnostik präzisere Bereiche liefern.
Zone 5 entspricht ungefähr 90%–100% der maximalen Herzfrequenz.
Die Belastung ist sehr hart und nur begrenzte Zeit haltbar. Normales Sprechen ist kaum möglich.
Typische Trainingsformen sind:
Nicht jede wirksame VO2max-Einheit muss dauerhaft 90%–100% der HFmax anzeigen.
Die Herzfrequenz reagiert mit Verzögerung auf eine plötzliche Belastungssteigerung. Bei einem kurzen Intervall kann die Wiederholung bereits beendet sein, bevor der Puls den rechnerischen Zone-5-Bereich erreicht.
Für die Bewertung solltest du deshalb zusätzlich betrachten:
Wie sich Intervalle, lockeres Ausdauertraining und Erholung kombinieren lassen, zeigt der Artikel VO2max verbessern: Training, Schlaf und Erholung.

RPE steht für Rating of Perceived Exertion und beschreibt die subjektiv empfundene Belastung.
Eine einfache Skala reicht von 0 bis 10:
| Zone | Ungefähre RPE | Empfinden |
|---|---|---|
| Zone 1 | 1–2 | Sehr leicht |
| Zone 2 | 3–4 | Leicht bis moderat |
| Zone 3 | 5–6 | Deutlich anstrengend |
| Zone 4 | 7–8 | Hart |
| Zone 5 | 9–10 | Sehr hart bis maximal |
RPE ist besonders hilfreich, wenn Herzfrequenzwerte durch Medikamente, Hitze oder Messprobleme verzerrt werden.
Der Gesprächstest beurteilt die Belastung anhand deiner Atmung.
Der Test ist nicht exakt, ergänzt die Herzfrequenz aber sinnvoll.
Wenn deine App Zone 4 anzeigt, du dich jedoch entspannt unterhalten kannst, sollte die zugrunde liegende HFmax oder Messqualität überprüft werden.
| Ziel | Häufig relevante Zonen | Einordnung |
|---|---|---|
| Allgemeine Bewegung | Zone 1–3 | Regelmäßigkeit ist wichtiger als perfekte Zonengrenzen |
| Aerobe Grundlage | Vor allem Zone 2 | Längere kontrollierte Belastung |
| Aktive Erholung | Zone 1 | Sollte keine zusätzliche starke Ermüdung erzeugen |
| Zügige Ausdauer | Zone 3 | Gezielte moderate bis harte Belastung |
| Schwellenleistung | Zone 4 | Hartes, strukturiertes Training mit Erholung |
| VO2max und hohe Geschwindigkeit | Zone 4–5 | Intervalle statt dauerhafter Maximalbelastung |
| Gewichtsmanagement | Alle Zonen möglich | Gesamtumfang, Energieverbrauch und Ernährung beachten |
Nein.
Welche Zonen sinnvoll sind, hängt ab von:
Ein Einsteiger kann über längere Zeit fast ausschließlich in Zone 1 und 2 trainieren und dennoch große Fortschritte machen.
Ein ambitionierter Ausdauersportler benötigt möglicherweise gezielte Belastungen in Zone 3, 4 und 5.
Mehr Intensität ist nicht automatisch besser. Harte Einheiten sollten von ausreichend leichten Tagen getrennt werden.
Eine mögliche Woche für eine regelmäßig trainierende Person könnte so aussehen:
| Tag | Training | Hauptzone |
|---|---|---|
| Montag | Ruhe oder Spaziergang | Zone 1 |
| Dienstag | Lockere Ausdauereinheit | Zone 2 |
| Mittwoch | Krafttraining oder leichte Aktivität | Abhängig von Übung und Pausen |
| Donnerstag | Strukturierte Intervalle | Zone 4–5 |
| Freitag | Ruhe oder aktive Erholung | Zone 1 |
| Samstag | Längere lockere Einheit | Zone 2 |
| Sonntag | Optional zügiger Dauerabschnitt | Zone 3 |
Dies ist nur ein Beispiel. Ein geeigneter Plan muss zu deiner Belastbarkeit und deinem Ziel passen.
Die Herzfrequenz wird nicht ausschließlich durch die mechanische Leistung bestimmt.
Bei gleichem Tempo kann sie höher sein durch:
Bei längeren Belastungen kann die Herzfrequenz schrittweise ansteigen, obwohl Tempo oder Leistung gleich bleiben.
Dieses Phänomen wird Herzfrequenzdrift oder cardiac drift genannt.
Es kann unter anderem durch zunehmende Körpertemperatur, Flüssigkeitsverlust und Veränderungen des Schlagvolumens beeinflusst werden.
Wenn du bei einer langen Zone-2-Einheit in Zone 3 driftest, bedeutet das nicht automatisch, dass du beschleunigt hast.
Je nach Ziel kannst du:
Die Herzfrequenzreaktion kann zwischen verschiedenen Sportarten variieren.
Beim Laufen wird häufig mehr Muskelmasse gleichzeitig beansprucht als beim Radfahren. Nicht speziell radtrainierte Personen können auf dem Fahrrad außerdem durch lokale Beinermüdung begrenzt werden, bevor sie ihre höchste Laufherzfrequenz erreichen.
Auch beim Schwimmen können Körperposition, Wasserdruck und Temperatur die Herzfrequenz beeinflussen.
Verwende deshalb möglichst sportartspezifische Werte für:
Optische PPG-Sensoren erfassen Veränderungen des Blutvolumens in kleinen Gefäßen.
Bei ruhiger oder gleichmäßiger Bewegung können sie hilfreiche Herzfrequenztrends liefern.
Die Messqualität kann während des Trainings beeinträchtigt werden durch:
Ein ungewöhnlicher kurzfristiger Ausschlag sollte deshalb nicht automatisch als tatsächlicher Pulsanstieg interpretiert werden.
Der RingConn Gen 2 erfasst Herzfrequenz-, Aktivitäts-, Schlaf- und HRV-Trends.
Diese Daten können dir helfen, nach dem Training Fragen zu beantworten wie:
RingConn eignet sich vor allem zur langfristigen Beobachtung von Aktivitäts- und Erholungstrends.
RingConn kann nicht:
Die maximale Herzfrequenz verändert sich nicht aufgrund eines einzelnen schlechten Trainingstages.
Auch ein kurzfristig höherer Ruhepuls sollte nicht automatisch zu neuen Zonengrenzen führen.
Passe deine Zonen eher an, wenn:
Dokumentiere bei einer Anpassung, welche Methode und Werte verwendet wurden.
Bestimmte Medikamente können den Anstieg der Herzfrequenz während der Belastung verändern.
Dazu können unter anderem gehören:
Wenn deine Herzfrequenz medikamentös beeinflusst wird, können allgemeine Prozentzonen ungeeignet sein.
Verwende dann nicht eigenständig höhere Zielwerte, um die erwartete Zone zu erreichen. Besprich geeignete Belastungsbereiche mit medizinischem Fachpersonal und nutze zusätzlich RPE sowie Gesprächstest.
Besondere Vorsicht ist sinnvoll bei:
In diesen Situationen sollte die Trainingsintensität individuell medizinisch oder therapeutisch festgelegt werden.
Beende das Training und suche dringend medizinische Hilfe, wenn folgende Symptome auftreten:
Wähle in Deutschland bei möglichen Notfallsymptomen sofort den Notruf 112.
Verlasse dich bei akuten Beschwerden nicht darauf, dass ein Wearable einen extremen Wert anzeigen muss.
Herzfrequenzzonen sind Pulsbereiche, die unterschiedliche Trainingsintensitäten darstellen. Zone 1 ist sehr leicht, Zone 5 sehr hart bis maximal.
Häufig werden sie als Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz berechnet. Eine individuellere Alternative berücksichtigt zusätzlich den Ruhepuls über die Herzfrequenzreserve.
Im verbreiteten Modell liegt Zone 1 bei 50%–60%, Zone 2 bei 60%–70%, Zone 3 bei 70%–80%, Zone 4 bei 80%–90% und Zone 5 bei 90%–100% der maximalen Herzfrequenz.
Eine einfache Schätzung ist 220 minus Alter. Eine alternative Formel lautet 208 minus 0,7 mal Alter. Beide Formeln können vom persönlichen Wert abweichen.
Die Karvonen-Methode nutzt die Herzfrequenzreserve. Dazu wird der Ruhepuls von der maximalen Herzfrequenz abgezogen und der gewünschte Intensitätsanteil anschließend wieder zum Ruhepuls addiert.
Sie berücksichtigt einen zusätzlichen persönlichen Wert und kann dadurch individueller sein. Sie bleibt jedoch abhängig von einer korrekten HFmax und einem zuverlässig bestimmten Ruhepuls.
Mögliche Gründe sind unterschiedliche HFmax-Formeln, Herzfrequenzreserve, Schwellenmodelle, Rundung oder eine andere Anzahl von Zonen.
Zone 1 ist ein sehr leichter Bereich für Aufwärmen, Abkühlen und aktive Erholung. Ein normales Gespräch sollte problemlos möglich sein.
Zone 2 ist ein leichter bis moderater Ausdauerbereich. Die Belastung ist lange haltbar, und vollständige Sätze sind normalerweise noch möglich.
Zone 3 ist ein zügiger, deutlich anstrengender Ausdauerbereich. Sie ist nicht nutzlos, sollte aber nicht unbeabsichtigt jede lockere Einheit dominieren.
Zone 4 ist ein harter Bereich, der häufig für Schwellen-, Tempo- und längere Intervallbelastungen genutzt wird.
Zone 5 beschreibt eine sehr hohe bis maximale Intensität. Sie wird hauptsächlich in kurzen, gezielten Belastungen erreicht.
Es gibt keine generell beste Zone. Die passende Zone hängt vom Ziel der Trainingseinheit ab.
Keine einzelne Zone garantiert Gewichtsverlust. Niedrige Intensitäten ermöglichen längere Einheiten, höhere Intensitäten verbrauchen mehr Energie pro Minute. Entscheidend ist die langfristige Gesamtbilanz.
Nein. Lockere Bewegung und Zone-2-Training können wichtige gesundheitliche und sportliche Anpassungen unterstützen.
Hitze, Flüssigkeitsmangel, Schlafmangel, Stress, Krankheit, Koffein und Herzfrequenzdrift können den Puls bei gleicher Leistung erhöhen.
Die Herzfrequenz reagiert zeitverzögert. Kurze Intervalle können beendet sein, bevor der Puls seinen höchsten Bereich erreicht.
Nicht unbedingt. Maximale Herzfrequenz und Schwellen können je nach Sportart unterschiedlich ausfallen.
RingConn kann Herzfrequenz-, Aktivitäts- und Erholungstrends darstellen. Es ersetzt jedoch keine individuelle Maximalpuls- oder Schwellenbestimmung.
Nein. Eine medizinisch oder sportwissenschaftlich geeignete Belastungsgrenze muss individuell bestimmt werden.
Herzfrequenzzonen helfen dabei, sehr leichte, lockere, moderate, harte und maximale Trainingsbelastungen voneinander zu unterscheiden.
Im verbreiteten Fünf-Zonen-Modell gelten ungefähr:
Die Grenzen hängen davon ab, ob du mit maximaler Herzfrequenz, Herzfrequenzreserve oder individuell gemessenen Schwellen arbeitest.
Altersformeln sind nur Schätzungen. Wenn die HFmax nicht zu dir passt, stimmen auch die daraus berechneten Zonen nicht zuverlässig.
Nutze deshalb mindestens drei Informationen gemeinsam:
Betrachte zusätzlich Tempo, Leistung, Schlaf, Erholung, Wetter und langfristige Trainingsentwicklung.
RingConn kann Herzfrequenz-, Aktivitäts-, Schlaf- und HRV-Trends ergänzen. Es ersetzt jedoch weder eine medizinische Belastungsuntersuchung noch eine individuelle Leistungsdiagnostik.
Medizinischer Hinweis: RingConn-Produkte sind keine medizinischen Geräte. Herzfrequenz-, Aktivitäts-, HRV-, Schlaf-, SpO2-, Atemfrequenz- und Hauttemperaturdaten dienen der allgemeinen Wellness- und Trendbeobachtung. Sie können keine sichere Trainingsfreigabe erteilen, Herzrhythmusstörungen diagnostizieren oder eine professionelle medizinische beziehungsweise sportwissenschaftliche Untersuchung ersetzen.